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Berühmte Persönlichkeiten

HEMINGWAY: EIN HELD IN FOSSALTA DI PIAVE
In Fossalta di Piave, dort wo sich heute die Weinkellerei DE STEFANI befindet, wurde Ernest Hemingway, der sich im ersten Weltkrieg ernsthafte Verletzungen zugezogen hatte, im Juli 1918 untergebracht und behandelt.

Als die Vereinigten Staaten von Amerika 1918 dem ersten Weltkrieg beitraten, begab sich Ernest Hemingway nach Europa und erreichte beim Piave die italienische Front. Um ein Uhr in der Nacht vom 8. auf 9. Juli, drang der noch nicht neunzehn Jahre alte Ernest Hemingway, genaue Anweisungen missachtend, zu einem Observatorium und Versteck von italienischen Machinengewehren auf den Damm des Flusses Piave bei "Buso de Burato" vor, um den dort in Stellung liegenden italienischen Soldaten Kaffee, Schokolade und Zigaretten zu bringen. Die Splitter einer in der Nähe explodierter Granate verletzten Hemingway schwer an den Beinen. Trotz der Wunden und trotz des andauernden und ununterbrochenen Feuers gelang es ihm, einen von unzähligen Schüssen getroffen Soldaten auf seine Schultern zu laden und zu retten. Für diese heroische Tat wurde ihm von der italienischen Regierung die Silbermedaille verliehen.
Anschließend wurde der schwer verletzte und bewußtlose Hemingway ins Haus des Bürgermeisters gebracht und als dieses unter die Schüsse der österreichischen Artillerie geriet, brachte man ihn in eine andere Unterkunft, die auch schon bombardiert worden war und zwar genau dorthin wo sich heute die Kellerei DE STEFANI befindet. Dort lag er die ganze Nacht in einem Stall ohne Dach und dachte das erste Mal in seinem Leben an Selbstmord, so groß war der Schmerz seiner Wunden. Die Zeit bis zu seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten von Amerika verbrachte er in verschiedenen Krankenhäusern in Italien, wo er definitiv geheilt wurde.
Die Beziehung zwischen Hemingway und Fossalta di Piave wird in zwei Werken verewigt. 1929 erzählte Hemingway in "Addio alle Armi" ausführlich und wirkungsvoll vom 1. Weltkrieg in dem er in Italien gekämpft hatte. 1950 ließ er sich in "Di là dal fiume e tra gli alberi" vom Zauber der wunderbaren venezianischen Landschaft inspirieren.

DER REFRONTOLO PASSITO MARZEMINO: DER WEIN MOZARTS
Die Familie De Stefani stellt seit mehr als einem Jahrhundert in Refrontolo, einer Ortschaft nördlich von Venedig im Herzen des Weinbaugebiets zwischen Conegliano und Valdobbiadene, den Refrontolo Passito her, gerühmt auch in Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Don Giovanni".

Der Refrontolo Passito wird in sehr geringer Menge allein aus Marzemino Trauben von Refrontolo gewonnen, einer typischen Rebe dieses Gebiets. Er wurde schon im 15. Jahrhundert in Refrontolo hergestellt und noch heute wird die Jahrhunderte alte Tradition bei seiner Herstellung befolgt. Die Trauben werden während der Lese sorgfältig ausgewählt und dann getrocknet, um ihre eleganten Eigenschaften hervorzuheben. Während dieses natürlichen und langsamen "Reifens" der Trauben, verdunstet das enthaltene Wasser und die Bestandteile der Beere verbessern sich, was ihre Qualität und ihr Bukett betrifft. In der Tradition war der Refontolo Passito der Wein für wichtige Anlässe und er wurde genossen um besondere und freudige Ereignisse zu feiern.
Der Refrontolo Passito Marzemino wurde auch 1787 in Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Don Giovanni" erwähnt: "versa il vino, eccellente Marzimino!". Tatsächlich verdankt der Marzemino einen großen Teil seines Ruhms Lorenzo da Ponte, dem Librettisten des Opertextes, der dann von dem Salzburger Genie vertont wurde. Da Ponte stammte aus Ceneda, dem heutigen Vittorio Veneto, einem Ort in der Nähe von Refrontolo und er brachte im September 1787 den Refrontolo Passito zur Locanda "I Tre Leoni" in Prag, wo sich beide trafen, um die Oper zu komponieren.
Der Marzemino aus Refrontolo, heute Refrontolo Passito genannt, nachdem ihm 1993 eine DOC zuerkannt wurde, ist ein sehr konzentrierter süßer Rotwein, mit intensiver Duftnote nach Waldfrüchten. Er ist ein Wein, der sich mit den Jahren verfeinert und daher verbessert und der schon zu Mozarts Zeiten lange Reisen überstehen konnte. Ideal zu Obstkuchen, Schokolade, reifen Käsesorten, als Meditationswein und auch bei einem geselligen Zusammensein außerhalb der Mahlzeiten beliebt.
Zur Erinnerung an die enge Beziehung zwischen Mozart und dem Refrontolo Passito, hat die Gemeinde von Refrontolo im Frühjahr 1984 ein Monument errichten wollen. Es stellt mit beeindruckendem Realismus einen Weinberg, eine Geige, Da Ponte, Mozart und ein Bauernmädchen dar.

DIE VENEZIANER IN DEN "TERRE NOBILI"
Unser Wein "Terre Nobili" erinnert an eine bedeutungsvolle Zeit unserer Gebiete längs des Piave, an die beachtliche qualitative Verbesserung des Weins, angeregt von Seiten der venezianischen Edelleute.

Der Piave, der einst in die venezianische Lagune mündete, und der Kanal Fossetta waren bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts wichtige Verkehrswege.
Die venezianischen Edelleute haben mit ihren unermesslichen Reichtümern dazu beigetragen dass in den Gebieten längs des Piave der systematische Weinbau eingeführt wurde. Diese neue Art des Weinbaus und der Önologie gab der Entwicklung von Kultur und Kunst der Weinherstellung in Italien einen beachtlichen Antrieb.
Die Venezianer benutzten den Fluss Piave nicht nur um sich in ihre luxuriösen Landhäuser in Sommerfrische zu begeben, sondern auch um sich in den besten Weingebieten mit hervorragenden, dort hergestellten Weinen zu versorgen. Zu den Zielen dieser "kulinarischen Reisen" gehörte auch Fossalta di Piave, das durch den Kanal Fossetta direkt mit Venedig verbunden war. Die Venezianer kauften, nachdem sie die von den Weinbauern angebotenen Weine gekostet und bewertet hatten ganze Sortimente, die dann in Eichenfässern über den Kanal Fossetta nach Venedig gebracht wurden. Somit wurden diese Gebiete (die TERRE) das bevorzugte Ziel der venezianischen Edelleute (der NOBILI) auf der Suche nach den auserlesensten Weinen. Auf diese alte Tradition geht der Name unseres Weins TERRE NOBILI zurück.

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